Kurzumfahrung Wilen (Herisau) jetzt!
Das Quartier Wilen in Herisau wird seit Jahrzehnten vom Durchgangsverkehr der N25 belastet. Lärm, Luftschadstoffe, Erschütterungen und Sicherheitsrisiken beeinträchtigen die Lebensqualität, die Gesundheit und die Sicherheit von Anwohnerinnen und Anwohnern, insbesondere von Kindern und älteren Menschen. Das grösste Verkehrsaufkommen im Kanton Appenzell Ausserrhoden befindet sich beim Schulhaus Wilen. Täglich rauschen dort bis zu 23´000 Fahrzeuge direkt an der Schule vorbei. Die Korridorstudie N25 St. Gallen – Appenzell des Bundes hat im Dezember 2024 die Kurzumfahrung Wilen mit Tunnel als beste Lösung im Raum Herisau bezeichnet. Die Kosten sind vergleichsweise moderat; die Realisierung wird als gut beurteilt.
Trotzdem hat der Bundesrat das Projekt am 28. Januar 2026 nur in die Priorität 2 mit Realisierungshorizont 2055 aufgenommen. Eine ganze Generation soll damit weiter unter Bedingungen leben, die heute als unhaltbar erkannt sind. Die heutige Verkehrssituation verursacht zudem erhebliche volkswirtschaftliche Kosten. Tägliche Staus und Verkehrsbehinderungen führen zu Zeitverlusten für Pendlerinnen und Pendler, den öffentlichen Verkehr und für Unternehmen in der ganzen Region. Die N25 ist die zentrale Verkehrsachse für Herisau, das Appenzeller Hinterland und Appenzell Innerrhoden mit einer Vielzahl von KMU, Handwerksbetrieben und grösseren Arbeitgebern, die auf eine zuverlässige Erschliessung angewiesen sind. Eine zeitnahe Realisierung der Kurzumfahrung Wilen ist deshalb nicht nur eine Investition in die Lebensqualität der Bevölkerung, sondern auch in die wirtschaftliche Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der gesamten Region.
Herisau ist Kantonshauptort und entwickelt sich dynamisch. Eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur ist Voraussetzung für die weitere Entwicklung von Wohnquartieren, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen. Eine rasche Realisierung der Kurzumfahrung Wilen schafft Lebensqualität, Sicherheit und Planungssicherheit.